Es sind 32 Grad Celsius und der gestern reichlich gefallene Regen beschert uns satte Luftfeuchtigkeit. Wir wollen vor Paris noch einmal übernachten und haben uns was auf dem Land gesucht. Vienne-le-Château ist ein kleines Nest 30 km von der Autobahn entfernt. Die Ankunft am frühen Nachmittag gab uns noch Zeit für lokales Sightseeing.
Pierre Pérignon, genannt Dom Pérignon (* um 1638 in Sainte-Menehould (12 Kilometer entfernt)) erfindet irgend wann im 17.Jahrhundert die Méthode champenoise um das teure prickelnde Getränk herzustellen. Bis auf das Denkmal des Mönches ist in Sainte-Menehould ziemlich der Hund begraben.
Auf dem Rückweg nach Vienne-le-Château eine Abzweigung – Kaisertunnel.
Eine winzige Strasse führt uns tief in die L’Argonne. Kilometer um Kilometer kein Mensch. Ein ausgeschilderter Busparkplatz. Leer, wie die ganze Gegend. Wunderbare Natur, Ruhe, Vogelgezwitscher. Dann mitten im Bild ein Sprengkrater von 50 Meter Durchmesser. Grande Guerre, Front. Es ist immer wieder erstaunlich wie weit man in Frankreich noch die Hinterlassenschaften der deutschen Vorväter aus dem Krieg 1914/18 findet. Die Headline ist übrigens aus dem Lied der Pioniere.
Fazit: Tourismus hätte eine Menge Blutvergießen erspart.
Morgen dann Reims und Paris.
