Monthly Archives: September 2013

Money makes the World go round (auch in Afrika)

Unsere Mission ist bei dieser Reise die Auszahlung des Schulgeldes an viele kleine und große Schüler in Gambia. Dafür braucht es beim Kurs von 1:45 eine Menge (auch Gewicht) Geld.

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Nachdem wir wieder im Hotel gelandet sind, haben wir einen großen ALU-Koffer voller Geld (1,5 Mio. Dalasi) ausgeleert. Das Geld wurde jetzt für die einzelnen Kinder konfektioniert. Leider kann man sich Geld hier nicht so wie in Europa vorstellen. Dauerhafter Gebrauch und die hohe Luftfeuchtigkeit führen zu einer schnell einsetzenden Kompostierung der Scheine. Die ganze Aktion dauerte fast 4 Stunden und glich teilweise einer Tätigkeit in der Dokumentenarcheologie. Es ist jetzt alles gepackt, morgen früh um 05.30 Uhr geht es über den Gambia River in den Busch.

Ach ja, noch was für Insider

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Das Internet funktioniert hier genau so schnell wie alles Andere, warum auch nicht.

Kampf gegen den Terror

Unser Van (Mercedes Modell aus den frühen Neunzigern) brachte uns pünktlich zur Bank. Auf dem Parkplatz wurden wir schon herzlich von der Managerin empfangen, Küsschen, Fotos.., auch in Richtung Straße.
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Dummerweise befindet sich auf der linken Seite der Straße die amerikanische Botschaft..

Plötzlich steht neben mir einer der Securitys und will meine Kamera sehen. Ich wußte bis zu dem Zeitpunkt noch nichts von der Nähe der Behausung unserer Verbündeten. Aha, auf einem der Bilder ist die Flagge um Anschnitt zu sehen. Also, „Folow Me..“

Am Ende einer sehr langen und sehr schmalen Gasse steht schon eine kleine Polizeieinheit. Volker und unser Guide Ebrima begleiten mich. Die Szene gibt es eigentlich nur in irgendwelchen Filmen, dachte ich..

Der Anführer redet mit uns streng, die Securitys wollen unsere ID’s, die sind natürlich im Hotel. Zum Glück kann sich wenigstens unser Guide ausweisen. Fotos zeigen.

Warum? Was machen Sie hier? Wo kommen Sie her? Foto löschen!
Wir wissen jetzt, dass der Kampf gegen der Terror auch hier veranstaltet wird.

Dann kommt der Mann im blauen Anzug. Der hatte definitiv den investigativen Touch von der CIA. Der befragte uns ein weiteres Mal.
Jetzt an die Wand, einzeln.. zum Glück (oder wer weiß) nur zum fotografieren. Die ganze Aktion dauert fast 45 Minuten. Die Anderen waren erleichtert als wir wieder in der Bank auftauchten.

Der nächste Versuch einer Einreise in die Staaten wird möglicherweise eine mühsame Angelegenheit.

13°26’58″N,16°43’19″W Banjul (29.9.2013)

Der Flug mit Brussels Air war eine angenehme Überraschung. Beinfreiheit, gutes Essen. 3000 Meilen, 6 Stunden Flug. Die Piloten landen den Airbus 330 auf einer Piste, die kaum breiter als eine deutsche Landstraße ist. Tür auf, aussteigen direkt auf das Rollfeld. Ich hab das Gefühl, dass die feuchte Luft an den von der Aircondition noch klammen Fingern kondensiert. Es sind 30 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit.
Der Flughafen erinnert an Varna 1985. Das Entladen der Koffer zieht sich 90 Minuten in die Länge. Es ist unglaublich laut, heiß und ineffizient. Jeder versucht unsere Koffer wenigstens ein paar Meter zu schleppen, um dann einen Euro pro Gepäckstück zu verlangen. So viele Flieger kommen dann hier doch nicht an.
Die Koffer sind auf dem Dach(!) verstaut und festgebunden, eine halbe Stunde Fahrt duch die Suburbs von Banjul, dann sind wir im Sunswing Beach Hotel. Auch der Check-in dauert für uns paar Leute ein Stunde.
Zu den Besonderheiten in afrikanischen Hotels werde ich später nochmal was schreiben. Der Abend endet recht versöhnlich mit einem guten Fischgericht und einigen einheimischen (JulBrew) Bieren.
Morgen früh um sieben zur Bank nach Banjul und Geld holen.