Monthly Archives: Oktober 2013

Vincent Mendy

Dann ist es endlich soweit. Unser Patenkind Vincent Mendy steht vor der Linse. Das ist dann der Moment, an dem meine Assistentin verlorengeht. Den Rest unseres Aufenthaltes in Amdallai ist Claudia mit kleinen schwarzen Kindern und deren Mama’s beschäftigt.

_MG_2814Der kleine Vincent ist im Ranking auf Platz 4 von 52 Kindern, also ein guter Schüler. Er hat noch 4 Geschwister. Alles in Allem ein sehr schöner Beginn unserer Mission.

 

Amdallai

In Barra treffen wir unsere lokalen Kontaktleute Joof und Dawda. _MG_3549Die beiden sind hier wichtige Männer und sehr respektable Peronen. Einer unserer Reifen muss ummontiert werden (schöne Grüße an den deutschen TÜV) und wir haben einen Moment Zeit mal hinter die Häuser zu schauen. Eine Kombination aus Werft, Fischmarkt und Müllhalde. Ohne Geruch eigentlich unbeschreiblich.
In Njongong fahren wir das erste mal zu eine Schule um auf unseren Van noch Pakete zu laden. Die Schulen sehen hier auch ein wenig anders aus als in Europa. Unmengen von Kinder in jedem Alter sind auf den Beinen um uns zu begrüßen.
Nach einer kurzen Fahrt sind wir an der Grenze zum Senegal. An der Grundschule in Amdallai wollen wir das erste Schulgeld auszahlen. Unter einem Baum sitzen bereits die Mütter im besten (sehr farbenfreudigen) Gewand. Und wieder Unmengen von Kindern. Alle in der Grün-Weißen Schuluniform der Grundschule. Claudia und ich haben die Aufgabe due Kinder und Mütter nach Erhalt des Geldes für die Sponsoren in Deutschland zu fotografieren. In den nächsten Tagen werde ich ca. 500 mal immer wieder die selben Sätze „First i need a picture from your’e ID for the files“, „Please gimme a Smile..“.Die Jungs und Mädels sind zum Teil sehr scheu, die werden auch nicht jeden Tag fotografiert.

Schifffahrt (I)

Um auf die Northbank des Gambia River zu gelangen ist es notwendig die Fähre von Banjul nach Barra zu nutzen. Eines der wichtigsten Gesprächsthemen in der Stadt und auf der Northbank ist der Zustand der Fährschiffe.
Unsere Expidition steigt morgens um 05:30 Uhr noch ein wenig verschlafen in den Van, bewaffnet mit 1,5 Mio. Dalasi und in der Hoffnung um 09:00 die erste Fähre zu bekommen. Schon die Zufahrt zur Fähre (noch bei kompletter Dunkelheit) ist sehr fremd für einen Europäer. Eine Seitenstraße mit einem unbeschreiblichen Chaos.
Fussgänger mit jeder Form von Lasten auf dem Kopf, Ziegenherden, LKW’s (ohne Rußpartikelfilter), alles schreit und palavert durcheinander. Dazwischen die Fahrer der LKW’s (die warten teilweise 3 Wochen auf eine Überfahrt) seelenruhig beim Morgengebet.
Unser Guide Ebrima hat für unsere Hilfsorganisation einen „Letter of Priority“ beschafft. Damit sollten wir vorrangig auf die Fähre gelangen. Die Fähre existiert jedoch nur als Gerücht. Von den drei Schiffen sind in der Regel 2 defekt. Für zwei neu angeschaffte Fähren existiert keine passende Pier. That’s Africa.
Ebrima kämpft wie eine Löwe um unsere Einfahrt in den Fährbereich. Das alles bei morgendlichen 30° Celsius._MG_2574_small
Plötzlich kommt ein Schiff. Ein weiteres wahnsinniges Chaos bricht aus. Passagiere von der Fähre runter, Lastenträger rauf. Die Anlegerbrücke hat sich nicht ausreichend abgesenkt, also einen riesigen LKW rauffahren bis das Ding passt.  Wir haben Glück, wir sind auf der Fähre, das Ding ist nicht untergegangen. Wir sind auf der Northbank.