Kim

Ein prominenter (wahrscheinlich neben Peter Jackson der prominenteste) Bewohner Neuseelands ist Kim „Dotcom“ Schmitz. In einer spektakulären Razzia wurde im Jahr 2012 seine Villa bei Auckland durchsucht und diverse Dinge (im Wert von ca. 175 Mio. US$) beschlagnahmt. Der in Berlin lebende neuseeländische Künstler Simon Denny hat aus der Liste der beschlagnahmten Sachen die Konzeptausstellung „The Personal Effects of Kim Dotcom“ gestaltet. Die Ausstellung war heute den letzen Tag in einer Galerie auf dem Campus der Uni kostenfrei zu sehen. Der Künstler setzt sich kritisch mit der Content-Mafia (Warner, Sony usw.) deren Handlanger FBI und dessen verlängerten Arm NZ Police auseinander. Die Razzia und die vorhergehenden Abhöraktionen wurden im nach hinein für illegal erklärt.
Auf 110 Leinwänden wird die FBI-Liste visualisiert.

Bladeserver, im Hintergrund die Leinwände.

Bladeserver, im Hintergrund die Leinwände.

Der Account (die meisten Stücke sind Bank-Accounts) bei der Deutschen Bank ist mit einem Konterfei von Josef Ackermann verziert. Eine Reihe seiner Nummernschilder („Evil“, „CEO“, „Hacker“ usw.) erstreckt sich über eine Wand auf 2 Etagen.

An der Wand eine Sammlung der Nummernschilder

An der Wand eine Sammlung der Nummernschilder

Dotcom’s exzentrischer Lebensstil wird mit großen Autos, Motorrädern und Bildern seiner Villa dokumentiert. Schmitz kämpft heute noch gegen seine Auslieferung in die USA. Als Unterstützer seiner (bereits wieder gescheiterten) Internet Partei treten Julian Assange, Edward Snowden und Glenn Greenwald auf. Eine sehenswerte Ausstellung zu einem sehr kontroversen Thema.

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