Te Papa Tongarewa

Am Sonntag haben wir uns noch das Te Papa Tongarewa angesehen. Das ist das NZ National Museum. Ein architektonisch sehr gelungenes Innenleben (von Außen: „unspektakulär“) und ein tolles (kostenfreies) Museum. Den Vormittag nutzten, bei „bestem“ Wellington Wetter (Wind, Wolken, ab und zu ein paar Tropfen), jede Menge Familien zum Besuch. Neben sehr interessanten Bereichen zu Natur und Landschaft auch eine gut gestaltete Abteilung Kunst, alles sehr neu und jung.
Ein bisschen Kalifornien mit einer großen Portion England drin.
Die Geschichte des Landes (irgendwie ist der Teil von Gondwana nach dem Auseinanderbrechen menschenleer geblieben) ist recht zügig erzählt. So um 1300 kamen die Polynesier, 350 Jahre später auf der „Endeavour“ mit James Cook (ja, der mit dem Reisebüro.). Das war’s auch schon.
Keine Römer, keine Wasserspülung!

Den hat Peter Jackson in die NZ History mit eingebracht. Der läuft vermutlich auf South Island irgend wo herum.

Den hat Peter Jackson in die NZ History mit eingebracht. Der läuft vermutlich auf South Island irgend wo herum.

Nach den üblichen Problem (Waffen, Infektionen und Landstreitigkeiten) einigte man sich Ende des 19.Jahrhunderts (!) mit den Maori über Politik, Wahlrecht und Besitz. Mit dem metrischen System und dem Verhältniswahlrecht war dann auch eine deutliche Abgrenzung zum Mutterland erreicht. Der Linksverkehr und die Queen wurden (aus welchen Gründen auch immer) behalten. Ausdruck des politischen Pluralismus sind für mich die Amtssprachen: English (98%, logisch), Maori (4%, beachtlich) und die neuseeländische Gebärdensprache (unter 1%, der Knaller).
Die Geschichte mit der Sprache wird auch konsequent bis auf die letzte Kneipentoilette exekutiert.
In diesem Zusammenhang schöne Grüße an unsere nationalen Retter (PEGIDA, Baltikum, Balkan, Ukraine) in Europa.

 

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