Am Neujahrstag haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Lake Ferry gemacht. Das ist eine Ansammlung von ein paar Häusern (Lake Ferry Settlement) und einem Hotel am Ende (hier sind die meisten Straßen irgendwo zu Ende, „No Exit“). Um ein paar Ecken befindet sich das kürzlich besuchte Cape Palliser. In den Reiseführern wird gern erzählt, dass die Kiwis alles große Sportfanatiker sind. Nach ein paar empirischen Untersuchungen in Damenmodengeschäften sind jedoch auch hier die „großen“ Größen deutlich in der Überzahl. Das mit dem Sport ist (wie überall in der westlichen Welt) so eine WASP ( & D.I.N.K.S.) Kiste.
Was hier aber augenscheinlich echter Volkssport ist, eine Angelrute in das Wasser zu halten.
In Lake Ferry gibt es eine große aus anthrazitfarbenen Schotter bestehende Düne (irgendwie auch einmalig in der Welt, auf der dutzende Kiwis Angeln. Hier werden 60 cm große Fische zu Ködern zerschnitten, wie groß soll da der eigentliche Fang sein?
Um die Düne zu befahren, haben die Natives aus Lake Ferry pro Person ein Quad (mit Hund). Damit schaukeln die hier den ganzen Tag in der Weltgeschichte herum.
Nach dem ersten wirklich ungültigen Kaffee in NZ
(im Lake Ferry Hotel) saßen wir noch zwei Stunden am Strand herum, lasen (Bill Bryson „Amerika 1927“, absoluter Hammer!) und sahen den Kite Surfern zu.



