Monthly Archives: Januar 2015

New Years Eve

Wir sind jetzt seit Sonntag Nachmittag in Martinborough. Das ist das Zentrum des Weinanbaus nordöstlich von Wellington.

Campingplatz (sehr verlassen) am Lake Wairarapa auf dem Weg nach Martinborough

Campingplatz (sehr verlassen) am Lake Wairarapa auf dem Weg nach Martinborough

Das Umland ist sehr ländlich geprägt und zum Jahreswechsel sind eine ganze Menge Touristen hier. Die kann man gut an den sauberen Autos erkennen. Der Einheimische fährt große, sehr schmutzige Autos. Der Grund dafür sind geschotterte Straßen (Gravel Road). Der Schotter besteht hier (erdgeschichtlich bedingt) aus einer Kalkstein Mischung. Nach unserem Ausflug nach Pahaoa (40 km Gravel Road)

Treibholz in Pahoa

Treibholz in Pahoa

sah auch unser kleiner Toyota recht einheimisch aus.

Bouldern in Pahoa

Bouldern in Pahoa

Es ist hier recht nett zur „Cruising Houre“ auf der Terrasse des „The Martinborough Hotel“ zu sitzen und den lokalen und auswärtigen („Big Shot from the City“) Cruisern bei ihren Platzrunden zu zusehen.

Das Hotel stammt aus der "guten alten Zeit"

Das Hotel stammt aus der „guten alten Zeit“

Nach zwei Wine Tastings (Danke, Hanjo) und einem hervorragenden Snack sind wir am Silvesterabend gegen 21:30 in oben genanntes Hotel zur Party gegangen.

Claudia im Weingut Ata Rangi

Claudia im Weingut Ata Rangi

Dort gab es eine lokale Band (2 Gitarren, Baß, Schlagzeug) und jede Menge sehr lustiges und gemischtes Publikum. Frauen in Cocktail-Kleidern im Sixtees Style (inklusive 4 Reihen Perlenketten) bis zu einem verirrten Hobbit mit Rauschebart und Gummistiefeln. Die Band brachte mit Klassikern (CCR, Eric Clapton, Lynyrd Skynyrd) die Bude zum Kochen (der Saal hatte gerade so 150qm). Der Sänger brachte die Klassiker mit ein paar „gerappten“ Zeilen absolut in Schwung. Das  Beste, jeder kennt die Texte und singt lauthals mit. Es wurde gesungen und getanzt was das Zeug hält. Dabei ist uns eine NZ (Re)Inkarnation unseres Kumpels „Harry“ über den Weg „gehüpft“ (auf der Tanzfläche mit Luftgitarre).
Irgend wann zählte einer von der Band den Countdown runter, dann war Neujahr. Das es erst 3 Minuten vor Mitternacht war, hat da auch keinen weiter gestört. Die Hymne wurde angestimmt („God save the Queen“, die haben hier zwei zur Auswahl) und inbrünstig gesungen.
Hier in NZ wird sehr schnell gesprochen. Die meisten Leute sprechen aber ein recht gut verständliches English. Auf dem Land lassen die beim Sprechen aber auch gern den Mund zu. Wenn die Jungs dann noch mit 2,2 Promille ein Gespräch anfangen, wird das (für uns) aber sehr unscharf. Wir sind dann gegen 00:30 Uhr fröhlich heim gelaufen.
Ach ja, es gab den ganzen Abend keinen einzigen Titel von Helene Fischer, Cheers!

Wellington im Rückspiegel

Es ist Sonntag Wir haben gerade die Stadt verlassen und fahren auf dem State Highway 2 Richtung Norden. Am Samstag morgen kehrten unsere Gastgeber Helene, Rolf und Peter von ihrer Weltreise zurück. Wir verbrachten (leider viel zu kurze) Stunden mit sehr inspirierenden Gesprächen, Kartentricks (Peter, das wird ein großes Ding!) und Klaviermusik (also Peter!).

Rolf, Peter, Helene & Claudia beim Goodbye

Rolf, Peter, Helene & Claudia beim Goodbye

Die Zeit in Wellington haben wir unglaublich genossen. Das Privileg in einem „Kiwi-Haushalt“ zu wohnen, hat uns die Möglichkeit gegeben so triviale Dinge wie Supermarkt, Bäcker, Cafe usw. aus einer „bodennäheren“ Perspektive zu sehen. Dafür noch einmal vielen Dank!

Wellington ist eine kleine und entspannte Stadt. Die Menschen sind durchweg freundlich zu uns gewesen. Wir hatten eine Menge lustiger Begegnungen und Gespräche. Der Alltag bewegt sich hier augenscheinlich nicht so stressig wie im Rest der Welt. Wir werden wieder kommen.