Auf der Strecke in die City kamen wir an dem imposanten Bauwerk des Karl-Marx Hofes vorbei. Hier standen 1934 die Geschütze in der Revolte gegen die Regierung oder besser Diktatur des Austrofaschisten Engelbert Dollfuss und beschossen die dort wohnenden Arbeiter. Wien war (oder ist) rot, links und sehr genossenschaftlich organisiert. Wenn man den imperialen Bezirk innerhalb des Opernrings verlässt, findet man an allen Ecken Bauten der Stadt Wien oder genossenschaftlich organisierte Bauten („Höfe“ und jeder trägt einen Namen). Die Mieten sind erschwinglich, die Höfe sind gut in Schuss. Die
Wohnungen sind nicht verkäuflich und werden kommunal verwaltet. Die Kindertagesstätten sind in ausreichender Anzahl vorhanden und kostenfrei. Der Nahverkehr ist erschwinglich (Einzelkarte 2,20 Euro). Es gibt ein gut ausgebautes Netz an Radwegen durch die ganze Stadt. Wien kommt damit nach Melbourne auf Platz 2 der Großstädte mit der besten Lebensqualität weltweit.
Wien (II)
Leave a reply