Es ist in Vietnam als Ausländer nicht möglich einen Mietwagen ohne Fahrer zu bekommen. Das ist vermutlich auch gut so. Ich bin schon an diversen Ort der Welt, selbst fahrend, Verkehrsteilnehmer gewesen, das hier schlägt jedoch alles um Längen. Bis vor ein paar Jahren sind die Menschen in Vietnam mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, heute hat man den Eindruck, dass die Hälfte aller weltweiten Zulassungen für Mopeds in Vietnam erfolgt. Mit den entsprechenden Folgen im realen Straßenverkehr. Führerscheine werden in Vietnam mit einem lächerlichen Prüfungsverfahren vergeben. Genau so funktioniert hier der Verkehr. Die Grundregeln sind in etwa die:
- niemals nach hinten, links oder rechts schauen
- immer hupen, dich sieht ja keiner
- auf ein Moped passen so viele Personen, bis der erste runter fällt
- keine Blinker benutzen, achtet eh keiner drauf
- in möglichst spitzem Winkel abbiegen, um soviel Zeit wie möglich auf der Gegenfahrbahn zu verbringen
- nicht anschnallen, es gibt die Endstücken der Gurte zu kaufen, um das lästige „Pling“ zu unterdrücken
- jede Kurve schneiden, egal ob man von vorn kommend etwas sieht
- als Fußgänger einfach los laufen, Mopeds weichen in der Regel aus, alles
was 4 Räder hat, nicht - Zebrastreifen interessieren hier keinen
- nicht ängstlich sein.
Hört sich alles sehr kooperativ an, es gibt relativ wenige Autos. In den Ortschaften darf man
40 km/h und über Land 60 km/h schnell fahren. Das interessiert aber auch keinen wirklich.
Es gibt jedes Jahr 15 000 Verkehrstote.
