Wir sind heute morgen sehr zeitig (um 4:00 Uhr) aufgestanden. Eine halbe Stunde später stand Phath vor uns und holte uns zur „Angkor Sunrise Discovery“ (https://www.grasshopperadventures.com/en/day-tours/angkor-sunrise-discovery.html) ab. Das besondere an der Tour war, dass die Entfernungen zwischen den Tempeln nicht per Tuk Tuk, sondern mit dem Fahrrad zurück gelegt werden. Aber erst einmal mit dem Van nach Angkor Wat zum Sonnenaufgang. Nach der Erfahrung des gestrigen nachmittags, graute uns ein wenig vor den Massen und dem Zugang zum Gelände. Phath benutzte aber einen anderen Eingang und wir sind allein und in finsterer Nacht an den ersten Bauwerken vorbei gekommen. An der Westseite des Tempels (Lara Croft „Tomb Raider“) stellen wir uns dann doch zu den zahlreich erschienenen Leuten. Alle haben ihre Handys in die Höhe gereckt, die Sonne wird begrüßt, wie die Stars auf einem Popkonzert.

Alle warten auf den großen Moment. Zwischen den Massen sind auch schon die T-Shirt Verkäufer unterwegs.
Anschließend verlässt Phath mit uns (wir sind zusammen mit Emma und Peter aus England eine sehr kleine Gruppe) den Bereich wieder und wir finden nur wenige Schritte abseits Stille. Nach einigen sehr interessanten Einführungen zur Geschichte von Angkor Wat sehen wir die Baukunst und die vielen Verzierungen bereits mit anderen Augen. Wenige Minuten später stehen wir auf der 3. und höchsten Ebene des Tempels. 
Nach der Besichtigung fährt uns der Van in den Dschungel. Unter einem schattigen Dach wird das Frühstück bereitet. Der Fahrer ist auch gleichzeitig der Koch, der Eier brät und Kaffee bereitet. In diesem Land gibt es zu jeder Mahlzeit frisches Obst. Dann kommt der Moment des Empfangs der Räder (Avalanche GT, alles in einem sehr guten Zustand) und wir machen uns quer durch den Dschungel auf den Weg nach Angkor Thom.
Da wir gestern bereits ein wenig „geübt“ haben, geht das Fahren gut voran. Der obligatorische Helm wird, wie wir sehr schnell bemerken, für die herabhängenden Äste und Zweige im Dschungel benötigt. Angkor Thom befahren wir ebenfalls nicht mit den Tuk Tuk’s, die jetzt bereits in Massen unterwegs sind.
Nach einer Runde auf der die Stadt umgebenden Wallanlage stehen wir vor dem nächsten atemberaubenden Tempel. Nach der Besichtigung, hier entgeht man leider nicht den Heerscharen von Chinesen und Koreanern, geht es weiter. Der Weg führt durch den Dschungel Wir kommen immer wieder an kleinen Dörfern vorbei. Wasserbüffel, Schweine, Hühner. Die Menschen reagieren durchweg freundlich auf unser Erscheinen.
Wir kommen jetzt an Stätten, an denen wir ganz allein sind.
Das Herumstreifen in den notdürftig ausgegrabenen und gesicherten Tempeln ist problemlos und findet unter Anleitung von Phath statt.
Mit dem Fahrrad kann man abseits der befestigten Straßen, eine kundige Führung vorausgesetzt, einsame und interessante Dinge entdecken.

In Ta Prohm ist der durch „Lara Croft“ bekannt und berühmt gewordene Zugang zum Tempel. Da ist man leider wieder nicht mehr allein.
Gegen 13:30 beenden wir unsere Tour in einem Khmer Restaurant. Wir haben etwas über 20 km zurück gelegt, was bei 34 Grad recht anstrengend sein kann. Nach dem Essen werden wir mit dem Van wieder in das Hotel gebracht. Duschen und sofort eine Stunde schlafen. Es war ein wunderbarer Tag.

