Abu Dhabi(II) – Was macht man eigentlich hier?

Abu Dhabi ist warm und man kann den ganzen Tag baden. Aber warum um alles in der Welt sitzen Leute acht Stunden im Flieger, um im Schatten einer Shopping Mall an einem Pool zu liegen? Wenn man aus östlicher Richtung hier anreist, ist Abu Dhabi ein ausgesprochen uninspirierender Ort.

Unser Hotel ist recht posh

Unser Hotel ist recht posh

Hier ist alles künstlich. In leeren einfallslosen Häuserschluchten ist… niemand.
Es werden Unmengen von Apartmenthäusern gebaut, alles quadratisch, 20 Etagen hoch und die übliche Mischung aus Glas und Stahl. Jeder Block vier Häuser, dazwischen… nichts.
Den einzigen menschliche Kontakt in diesem Land hat man über Gastarbeiter aus Pakistan, den Philippinen, Bangladesch oder aus Afrika. Die sind sehr nett. Wenn man vorher in Cambodia war, weiß man, das ist nur professionell konditioniert. Die Einheimischen (Männer weißes Gewand, Frauen voll in Schwarz) bekommt man in freier Wildbahn kaum zu Gesicht.

Shopping wird hier als großes Ding verkauft. Unser Hotel schließt direkt an die Abu Dhabi Mall an. In Singapore ist Einkaufen ein großes buntes Erlebnis. Hier sind auch alle Nobelmarken der Welt vertreten, dazwischen jedoch… niemand. Alles wirkt hingestellt und langweilig. Gelangweilte Verkäufer ohne Publikum. Der einzige Laden in dem was los ist – Tchibo!

Vergnügungsparks? Yas Waterworld – Eintritt 55 Euro. Zum Baden?
Ferrari World – Eintritt 75 Euro. Da fahren nicht mal Autos im Kreis.
Hier laufen jede Menge Leute mit kleinen Kindern herum. Sind die alle hier um Geld zu verbrennen? Der Besuch des neuen Louvre war für uns der Grund nach Abu Dhabi zu reisen. Der hat am Montag geschlossen und wir können unseren Jetlag ausschlafen. Der Rest ist abgehakt.

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