A rising Moon over Mt. Ngauruhoe

Nach unserm Essen sitzen wir mit einem Glas Wein in der Lobby vor einem großen Panoramafenster und schauen auf den perfekt symmetrischen Kegel des Vulkans Mt. Ngauruhoe.
Der Berg liegt vor einer baumlosen Hochebene, es sieht ein wenig nach „Jenseits von Afrika“ aus.

Der Berg am folgenden Abend..

Der Berg am folgenden Abend..

Die untergehende Sonne lässt eine rosa gefärbte Wolke am Vulkankegel vorüber ziehen.
Ein wunderschöner Vollmond geht über dem Berg auf. Der Barpianist hinter uns spielt und singt die Zeilen:

On a dark desert Highway,
cool Wind in my Hair,
warm smell of Colitas,
rising up through the air..

Das ist so irrsinnig kitschig, dass man denkt, so etwas gibt es gar nicht. Der Laden hier ist das „Chateau Tongariro Hotel“ und hat die besten Jahre schon hinter sich. Das Hotel liegt einsam am Ende der Straße zum Mt. Ruapehu.

Das Hotel am Ende der Straße, dann kommt Mordor

Das Hotel am Ende der Straße, dann kommt Mordor

Von außen sieht es aus wie das „Grand Budapest Hotel“. Innen die gleichen Gestalten, nur die Eleganz fehlt den Gästen. Zum Fine Dinner („No Shorts, No T-Shirts“), werden zu den langen Hosen Trekkingsandalen und Joggingschuhe getragen. Der Blick auf das Programm des hauseigenen Kinos zeigt uns, dass gerade in diesem Moment „Grand Budapest Hotel“ gezeigt (was für ein Zufall!) wird.

Es gibt den sinnvollen Satz: „Die Hölle ist der Ort, an dem die Engländer kochen.. (Robert Lembke)„. Um diesem Ort zu entgehen, ist der Nachbar von der Insel seit Jahrhunderten reichlich in der Welt herum gekommen. Was ihm in der Fremde aber augenscheinlich fehlt, ist das English Breakfirst. Das ist mit dem McDonnalds-Syndrom der amerikanischen Soldaten vergleichbar. Wir haben schon an diversen Orten der Welt grauenhaftes English Breakfirst gehabt, das Hotel spielt aber in der Hitliste ganz weit oben mit. Morgen früh werden wir auf der Fahrt zur Picton Ferry unterwegs etwas frühstücken.

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