Alcohol
Am Samstag morgen gibt es einen interessanten Wochenmarkt in Nelson. Dort reicht die Palette des Feilgebotenen von Obst und Gemüse bis zum Schmuck. Alles eigene Herstellung (100% NZ owned und operated, ist hier sehr wichtig) und meist organic. Am Stand der Schnapp Dragon Distillery trafen wir Terry & Nigel. Zwei enthusiastische Schnapsbrenner aus der Golden Bay, Takaka. Nachdem wir uns als Deutsche geouted hatten, wurden wir (Terry war schon einmal in Ravensburg) sofort als Kenner für diese Sportart (oder besser deren Produkte) erkannt. Es gibt nur vier Brennereien in NZ, die über eine Destille verfügen. In Takaka wird vom Wodka über Rum bis zum Single Malt alles gebrannt. Die haben dort sogar ein paar Acres mit Agaven angebaut, für den eigenen Tequila. Während unseres intensiven Gespräches füllte Terry immer wieder fingerhutgroße Shooter (..lalala..) mit allem, was die Destille hergibt. War alles sehr lecker und der erste Schnaps seit Anfang Dezember. Wie bereits beim Bier erwähnt, ist das hier sauteuer. Eine 0.7 Absolut kostet im Laden 35 NZ$. Cheers!
Tobacco
Durch die abgeschiedene Lage von NZ kann der Staat natürlich kräftig Einfluss auf die Volksgesundheit nehmen. Zigarettenschmuggel ist hier augenscheinlich kein Hinderungsgrund für einen sanktionierten, astronomischen Preis für Fluppen. In einem Zeitungsartikel lasen wir heute, dass der Preis für billige Zigaretten jetzt bei ca. 20 NZ$ pro Packung liegt. Die 30 Gramm Packung Tabak zum Selbermachen kostet ca. 40 NZ$. Was das Rauchen angeht, herrscht hier quasi Prohibition (Zollfreie Einfuhr seit dem 1.1. nur noch 50 Zigaretten). Durch Zufall wohnten wir dem Erwerb einer Packung Marlboro durch einen jungen deutschen Touristen bei. Im Supermarkt an der Info-Theke (muss man erst mal wissen, steht nirgendwo), den Pass vorzeigen (21 Jahre!), dann holt das Model hinter der Theke eine Schachtel des Gewünschten unter dem Tresen hervor.
Die Zeitung schrieb, dass hier einige Leute bereits 10% ihres Einkommens für das Rauchen ausgeben. Die ganze Geschichte funktioniert auch nur hier am Ende der Welt.
Firearms
Im Gegensatz zu unseren französischen Nachbarn, ist hier von dem Thema zum Glück nichts zu hören. Wir sollten uns in Europa aber mal fragen, wo die Irren alle ihre Waffen und den Sprengstoff her haben. Dank europäischer, amerikanischer und russischer „Entwicklungshilfe“ gibt es im Nahen Osten und in Afrika bereits ein Überangebot (ohne Witz, hab ich gelesen) an Handfeuerwaffen, welches den Wiederverkaufswert gebrauchter (besonders der alten AK-47) Waffen immer weiter verfallen lässt. Leider sind die Opfer immer wieder die Falschen.


