Buddhismus

Wer glaubt,  dass das „Allahu Akbar“ des Muezzin sechs mal am Tag oder die Glocken einer großen Kirche eine geräuschvolle Religion verkörpern,  sollte es mal mit dem Buddhismus versuchen. In jeder bisher besuchten Stadt gibt es Unmengen von kleinen und großen Tempeln. Dank moderner chinesischer Unterhaltungselektronik ist die Religionsausübung auch wirklich zu jeder Zeit gut hörbar.
Morgens gegen sechs Uhr wird mit einer Mischung aus asiatischer Popmusik und elektronisch verstärken Litaneien der Tag eingeleitet. Das ganze hört sich ein wenig an wie das Wecken im Kinderferienlager. Nach ca. 20 Minuten hat man jedoch die Chance weiter zu schlafen. Ab neun Uhr kommen dann Trommeln, riesige Bongs und Zimbeln dazu. Am Nachmittag trifft man mit Sicherheit irgendwo auf eine Prozession. Gestern war es die Dankesprozession der Fischer.

Das Video dazu bringt auch sehr gut die Lautstärke herüber.

Das Video dazu bringt auch sehr gut die Lautstärke herüber.

Zum Abend werden dann endlose Litaneien, immer wieder von gemurmelten Gesängen unterbrochen, gebetet. Für unsere Ohren hört sich das an, als ob die Zahlen beim Bingo vorgelesen werden. Dank der oben erwähnten Verstärker ist das auch noch bei geschlossenen Fenstern zu hören.
Wie präsent die Religion ist kann man im täglichen Straßenbild sehen. In jedem Laden und jedem Restaurant gibt es einen kleinen Schrein mit Opfergaben für das Wohlergehen der Ahnen und für zukünftiges Glück.

Hier stehen, gut beleuchtet, die Opfergaben in einem normalen Bekleidungsgeschäft.

Hier stehen, gut beleuchtet, die Opfergaben in einem normalen Bekleidungsgeschäft.

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