„It’s a holiday in Cambodia. It’s tough, kid, but it’s life“

Die Dead Kennedys haben bereits Anfang der 1980er gewusst, dass es nicht einfach sein würde, dort Ferien zu machen. Wir verlassen um 6:00 Uhr unser Hotel zum Flughafen, um die 262 nm nach Siem Reap zurück zu legen. Da es noch kein Frühstück im Hotel gab, hatten wir geplant in Tan Son Nhat noch eine letztes vietnamesische Morgenmahlzeit einzunehmen. Die Abgabe des Gepäcks ging zum Glück reibungslos von statten, denn ein Online Login auf der Website der Cambodian Angkor Air hatte nicht funktioniert. Dann das erste mal anstehen für die Ausreise aus Vietnam. An jeden Zettel muss wieder ein Stempel, das Visa muss ungültig gemacht werden. Sicherheitskontrolle, nix mit Frühstück. Ein Croissant und zwei Cappuccino (aus dem Pappbecher) für 18 US$. Der Flug startet eine halbe Stunde später. Im Flieger gibt es sofort Papier zum Ausfüllen. Die 40 Minuten Flug sind auch notwendig, um die A6 großen Zettel mit mikroskopischer Schrift (ging nur mit Brille und Taschenlampe vom Handy) auszufüllen. Nach der Landung in Siem Reap findet als erstes der Erwerb eines Visums statt. Für 30 US$ pro Nase bekommt man ein Touristenvisum. Leider hatte ich nur Euro oder Kreditkarte. Nur Cash, nur Dollar. Am Ende bezahlen wir statt der 60 US$ 65 Euro für 2 Visa. Ein origineller Umtauschkurs. Das Einsammeln des Geldes war dann aber auch der schnelle Teil der Einreise.
Anschließend steht man dann in einer Menschentraube und ein Offizier versucht (bei den deutschen Pässen wird nur „Helga“ oder „Claudia“ gerufen) die Namen aus den Pässen vorzulesen, um diese den Besitzern wieder zurück zu geben.

Das ist der Mann, der die Pässe wieder ausgibt. Weiter ran habe ich mich nicht getraut, die Jungs lassen sich nicht so gern fotografieren.

Das ist der Mann, der die Pässe wieder ausgibt. Weiter ran habe ich mich nicht getraut, die Jungs lassen sich nicht so gern fotografieren.

Dann beginnt das eigentliche Anstehen für die Einreise. Die 20 Leute vor uns benötigen ca. 45 Minuten, alles geht hier sehr sehr langsam. Als Trost drehte sich zumindest unser Gepäck bereits seit einer Stunde auf dem Kofferband im Kreis.
Wenn man sich den Zustand eines Landes ansehen will, sollte man einen Blick auf dessen Bürokratie werfen. Hier wird, wie in Vietnam auch, über völlig unsinnige Visagebühren die Bürokratie gefüttert und bei guter Gesundheit gehalten. In Siem Reap konnte man es sich sehr gut live ansehen wie so etwas funktioniert. Drei Mann sammeln Geld ein und drei Mann drücken die Stempel in die Pässe. Die Geldzählmaschine steht auf dem Tresen und rattert ununterbrochen. Am Ende benötigen wir für die 500 km über 5 Stunden.
Glücklicherweise stand am Ausgang der Mann mit dem Zettel mit dem Namen unseres Hotels darauf. Die Begrüßung im Hotel war sehr herzlich.

Begrüßung im Hotel mit etwas Khmer Food

Begrüßung im Hotel mit etwas Khmer Food

 

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