Singapore (I)

Gerade ist unser Flieger am Flughafen Changi in Singapore gelandet. Der Blick auf die Wand des Terminals zeigt die Position 1° 20′ 42.0360“ N. Wir sind jetzt noch 72 nautische Meilen vom Äquator entfernt. Von Siem Reap aus sind wir genau nach Süden (103° 58′ 59.5488“ E) geflogen. Trotzdem stellen wir die Uhren eine Stunde vor. Seit 1981 befindet sich Singapore in der gleichen Zeitzone wie West Australien. Politischer Wille lässt eben auch die Sonne auf- und untergehen.
Die Ankunft ist das maximale Kontrastprogramm zu Vietnam oder Cambodia. Freundliche Beamte, alles geht schnell und geräuschlos.
Die Fahrt mit dem Zug (Mass Rapid Transit) ist für 4,20 SGD für 2 Tickets (2,60 Euro) ausgesprochen preiswert. Die Züge sind schnell, pünktlich und sauber. Das Verkehrsnetz ist sehr dicht. Singapore will „Smart Nation“ werden.

Auto fahren ist auf der Insel hingegen ein Luxus, den sich nur wenige leisten können. Die Zahl der Zulassungen ist gedeckelt. Im Moment muss für eine Neuzulassung ein anderes Auto abgemeldet werden. Auf die rund 6 Millionen Einwohner entfallen nur 600 Tausend zugelassene Fahrzeuge. Autobesitzer müssen für ihr Auto ein zehn Jahre gültiges Zertifikat vom Staat erwerben. Dessen Preis, der leicht 50 Tausend SGD erreichen kann, wird über eine monatliche Versteigerung ermittelt. Autos werden steuerfrei importiert, die anfallenden Luxusabgaben verdoppeln aber sehr schnell den Preis. Hinzu kommen Straßengebühren, automatisch abgezogen über eine immer wieder aufzuladende Kreditkarte. Dafür gibt es keine Verkehrsstaus, das Straßennetz ist in einem guten Zustand.
Das Auto (auch ein kleines) ist hier ein Statussymbol – ich fahre, weil ich es mir leisten kann.

Nach dem Verlassen des Bahnhofes haben wir noch ein paar Meter zu laufen. Es ist inzwischen 21:30 Uhr es sind 27 Grad und ca. 80% Luftfeuchtigkeit. Das Hotel hält für uns ein gut klimatisiertes Apartment im 11. Stock mit Blick auf Straße von Singapore (die Verbindung zwischen dem Indischen Ozean und dem Golf von Thailand) bereit. Wie hier, vor der Erfindung der Air Condition, Menschen gelebt haben werden wir morgen heraus finden.

Das Hotel hat glücklicherweise im 21. Stock einen Pool. Dort hat man eine gute Sicht auf die Stadt und das Meer.

Das Hotel hat glücklicherweise im 21. Stock einen Pool. Dort hat man eine gute Sicht auf die Stadt und das Meer.

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