Wenn man einen feuchten Keller hat und fürchtet, dass die Geldscheine verschimmeln, sollte man zum Biertrinken nach Singapore reisen. Alkohol ist hier irrwitzig teuer. Das Pint Bier in einer normalen Kneipe kostet ca. 16-18 SGD (10 Euro). Im Supermarkt ist eine Flasche New Zealand White Wine ab 55 SGD (33 Euro) zu haben. Den Vogel schießt der Smirnov Wodka (bei uns 9 Euro der halbe Liter) hier für 60 SGD (36 Euro) ab.
Das hält aber den Durst nicht auf. Wenige Meter aus unserem Hotel heraus, gibt es ein kleines Kneipenviertel (Haji Lane). Dort ist eine Pub, welcher Craft Beer aus dem „Garage Project Aro Valley“ in Wellington NZ ausschenkt. Treue Leser meines Blogs werden sich sicherlich an den Beitrag „Bierbrauen“ aus NZ entsinnen.
Das Geschäft scheint zu florieren, wenn es die Jungs aus dem kleinen Aro Valley bis nach Singapore geschafft haben. Ein wunderbares IPA und jeden Cent der 18 SGD wert.
Der erste ernsthafte Punkt zum hier sein ist Essen. Singapore ist ein gigantischer Meltingpot an der Schnittstelle zwischen dem Osten und dem Westen. Essen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Asiaten. Das wird hier rund um die Uhr zelebriert. Das bisher kennen gelernte Essen in Vietnam und Cambodia wird hier noch einmal potenziert. Eine ganze Etage japanischer Restaurants, die aber auch alle etwas anderes zum Essen anbieten. Für uns ist das komplett verwirrend. Hier ist es aber gute Sitte, die Mahlzeiten mit riesigen, gut aussehenden Bildern (wir haben die Food Designer schon bei der Arbeit beobachtet) darzustellen.

In dieser Straße befindet sich ein chinesisches Restaurant neben dem nächsten. Dabei können wir als Deutsche feststellen, dass China etwas größer ist und es in der Küche große regionale Unterschiede gibt.
Die ganz modernen haben ihre Portionen aus Kunststoff nachgebildet in den Schauvitrinen stehen. Hier englisch gesprochen und so können wir uns die Mahlzeiten auch erklären lassen. Das ist auch immer eine ganz lustige Angelegenheit. Das Essen in Asien besteht aus recht leicht verdaulichen Zutaten und hatte bisher auch noch keinen wesentlichen Einfluss (in mehreren Hotelzimmern haben wir eine Personenwaage vorgefunden) auf unsere Konfektionsgrößen.
