Singapore war der absolute Kontrast zu den voran gegangenen drei Wochen. Saigon und Singapore haben ähnliche Einwohnerzahlen. In Saigon herrscht das absolut anarchische Chaos, in Singapore gibt es Strukturen und Regeln. Die Leute wissen, dass es langfristig Sinn macht die Regeln zu befolgen („Obeying the Rules and Regulations“). Die Androhung von Strafen steht hier nicht im Vordergrund. Es ist eher das Bewusstsein, dass niemand in einem Moloch wie Mumbai, Saigon oder Shanghai leben möchte. Dabei findet hier das Leben in einem höllischen Klima statt. Es ist das ganze Jahr über 30°C warm und die Luftfeuchtigkeit liegt beständig bei über 60%. Die Stadt ist ein Meltingpot von Kulturen und Religionen. Das friedliche Zusammenleben setzt eines voraus – wirtschaftlichen Wohlstand. Wir haben uns vor unserem Abflug noch mit unserem Neffen David und seiner Frau Tessa getroffen, die in Singapore leben. Sie bestätigten uns das, was uns Taxifahrer, Kellner und Leute auf der Straße vorher schon erzählt haben – „Singapore is the best place to live in the world“.
Kein Müll, keine Verkehrsstaus, pünktlich fahrende und saubere Züge, viel Grün (gepflegte Parks) in der Stadt. Es ist völlig üblich, sein Handy auf den Stuhl zu legen, um diesen zu besetzen und sich hinterher in Ruhe sein Essen irgendwoher zu holen. Selbst Ladendiebstahl ist in der Stadt kein ernstes Problem. Es gibt wenige PR (Permanent Resident) und Staatsbürgerschaften in der Welt, die so begehrt sind, wie die von Singapore. Der erste Schritt dazu ist hier – Obeying the Rules. Lebe dein Leben, lebe deine Religion. Denke ein paar Schritte weiter. Was ist gut für dich? Was ist gut für die anderen?
Die Frage, ob das „Brave New World“ (Huxley) oder „Best Place in the World“ ist, muss sich dabei jeder selbst beantworten.
Liebe BER Erbauer,
wir sitzen jetzt auf dem Changi Airport und essen unsere letzten beiden „Tai Cheong’s egg tart“ und warten auf unseren Flug.

Hier (https://edition.cnn.com/travel/article/hong-kong-egg-tart-bakery/index.html) gibt es auch das Rezept dazu
Jeder der Flughäfen, auf denen wir gestartet und gelandet sind, war irgendwie neu und groß. So richtig neu gebaut.
Selbst in so „kleinen“ Orten wie Siem Reap gibt es einen neuen richtig funktionierenden internationalen Flughafen. In Singapore wird, auf engstem Raum und während des normalen Flugbetriebes ein neues (inzwischen das fünfte) Terminal gebaut. Das geht sogar vorfristig in Betrieb, weil man mit einem Flughafen eine Menge Geld verdienen kann.
Bitte hört auf den Lufthansa Vorstand. Reist den BER ab, macht ein Spaßbad oder eine Shopping Mall aus dem Ding. Damit habt ihr doch in Brandenburg Erfahrung. Fangt noch mal von vorn an.
Ach ja, sperrt ein paar verantwortliche Politiker (Wowereit, Platzek & Co.) ein.
Das ist mit Sicherheit Ansporn für den nächsten Versuch.
