Author Archives: sillner

Bierbrauen

Neben dem Kaffee ist vermutlich die nächste große Leidenschaft der Hobbits das Bierbrauen. Fünf Minuten von unserem Haus entfernt befindet sich eine alte aufgegebene Tankstelle. Sie ist die Heimat der Brauerei „Garage Project“. Dort brauen enthusiastische junge Menschen, aus allem was irgend wie möglich ist, Bier. So phantasievolle Getränke wie „Pils ‘n’ Thrills“, „Death from Above“ (Brewed with: Mango, Vietnamese Mint, Chili und einer Hommage an Apocalypse now („Walkürenritt“) auf dem Etikett) entstehen dabei.

Dazu die Bierbrauer:

„The beer was originally going to be called Hopocalypse Now, a hoppy pun pop reference to the cult movie by Francis Ford Coppola. The only problem was that there are 12 other Hopocalypse beers in the world. Perhaps one more wouldn’t have mattered – but not everyone agreed with us. So we made the decision to change the name to Death from Above, the motto of the US Airborne Division, a lateral reference to the famous Ride of the Valkyries scene from Apocalypse Now…“

Nachdem wir uns durch diverse Sorten gekostet haben, wurde eine Flasche (1,25 Liter) „Hapi Daze“ (Brewed with: Motueka, Wai-iti, Riwaka, Nelson Sauvin) erworben. Cheers!

Reste eines erfolgreichen Selbstversuches

Reste eines erfolgreichen Selbstversuches

Project Jonah

Am Sonntag war der erste Tag, der ein bisschen auf den Sommer hoffen lies. Wir also raus und an die Strände. Es war auf der Seeseite noch recht windig und kühl, die Strände an der Bucht lagen in Lee und waren auch recht gut besucht. Jedoch kein Vergleich zu dem Gedränge auf den Uferstraßen in Warnemünde oder Viareggio. Hier geht das alles sehr beschaulich zu. Wir entdeckten plötzlich eine größere Anzahl von jungen Menschen, die im Wasser (noch recht kalt) herum standen und einen kleinen Wal hin und her schoben. Nach dem wir das Ventil am Bauch des Wales (zum Aufblasen) entdeckt hatten, war klar, dass es sich nur um eine Übung handelte.

Zum Glück nur aus Gummi und nicht tot.

Zum Glück nur aus Gummi und nicht tot.

Die Helfer vom Project Jonah („Saving Whales since 1974“) wurden mit großer Ernsthaftigkeit in diverse Techniken der Rettung gestrandeter Tiere eingewiesen. Ein interessantes Engagement für die Tierwelt.

Shorts

Wer denkt in Deutschland am 9.Dezember daran, Shorts in die Reisebekleidung zu packen?
Wir irgend wie nicht. In Wellington gibt es jede Menge Läden, die auf Outdoor-Equipment spezialisiert sind. Ich hab jedoch bereits in Deutschland immer ein Problem mit den Preisen, in NZ legen die gern noch ein bisschen was drauf.
Was ist also die zweite Religion, die im Freien stattfindet? Richtig, Army!

Konsumtempel für Grunge

Konsumtempel für Grunge

Cooler Mantel, sowas wird heute gar nicht mehr hergestellt.

Cooler Mantel, sowas wird heute gar nicht mehr hergestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Internet weiß zum Glück auch, wo sich die einschlägigen Shops in der Gegend verbergen, also auf zum „COMRADES WAREHOUSE STORE“ in Petone. Der Laden war echt der Knaller. Wunderbare schwedische Militärmäntel (leider zu warm für die Jahreszeit), Steppjacken der ungarischen Armee aus den 50er Jahren (im Chinese Style). Eine Khaki Shorts für 29 NZ$ und ein Hemd (australisch) waren die Ausbeute.

UND.. amazing, incredible.. Das zeig ich aber erst zu Hause.

Weihnachtsmarkt

Auf dem Weg von Wellington nach Martinborough kommt man durch Featherston. Bedingt durch einen Halt (Kaffee trinken) erfuhren wir, dass ab 4:00 p.m. dort der jährliche Weihnachtsmarkt stattfindet. Da Featherston auf unserem Rückweg lag, wollten wir das auf keinen Fall verpassen.

Grunge in Featherston, Nirvana lebt!

Grunge in Featherston, Nirvana lebt!

Der Modestil in NZ ist Grunge, in Featherston leben definitiv die Trendsetter dafür. Es gibt Rentiergeweihe mit Flip-Flops. Bratwürste des örtlichen Cateringservice mit Namen „Guten Apetit“ (genau so geschrieben). Asiaten, die sich mit der Herstellung von Weihnachtsgebäck beschäftigen. Dazu eine Band mit Countryschnulzen.

 

Weihnachtsmarkt in NZ

Weihnachtsmarkt in NZ

Der komplette Ort (vermutlich auch das Umland) sind auf den Beinen und amüsieren sich prächtig.

Cape Palliser Lighthouse

Heute haben wir uns mal aufgemacht ein bischen die Gegend zu erkunden und ein paar Optionen für die Zeit nach Wellington zu schaffen. In Martinborough (schöner Ort mit Weinanbau) werden wir Silvester feiern. Einmal in der Gegend beschlossen wir ans Land’s End zum Cape Palliser (ca. 40 Minuten von Martinborough) zu fahren. Graues Wetter, schwarzer Sand. Ein paar Biker für ein Fachgespräch.

Nicht draufsetzen, stinkt wie Hulle!

Nicht drauf setzen, stinkt wie Hulle!

Ach ja, wenn der Stein neben dir nach ranzigem Frittenfett stinkt ist es eine Robbe.

Hobbits(II)

Da Film gucken sehr durstig macht, sind wir auf ein Bier in eine der unzähligen Kneipen in der City gegangen. In dem Laden gibt es Erdnüsse, aber frisch mit Schale. Die werden dort augenscheinlich im Kubikmeter täglich gegessen und die Schalen wandern auf den Fußboden. Sieht recht funky aus.
Mit unserm Bier in der Hand (hier gibt es sehr viel Self-Service) sind wir in eine Runde bereits sehr lustiger Hobbits in 20er Jahre Verkleidung geraten. Sie erklärten uns, dass Sie ihre Betriebsweihnachtsfeier unter dem Motto „Berlin 1920“ veranstalten. Einmal als quasi Berliner geoutet hatten wir noch eine lustige Stunde.

Hobbits(I)

Gestern haben wir einen zweiten Versuch unternommen in die City zu gelangen. Der Erste, mit dem Auto, scheitert grandios an fehlenden Möglichkeiten zum Parken. Das trotz astronomischen Preisen.
Wir waren knapp in der City angelangt als es anfing zu regnen. Und das nicht wenig. Nach ein wenig lustlosem Sightseeing sind wir im Kino (Reading Cinema, so was wie UCI in Deutschland) gelandet. Richtig, „The Hobbit: The Battle of the Five Armies“. Der Film, na ja was will man erwarten? Peter Jackson hat aus den letzen 50 Seiten des Buches einen zwei Stunden langen Film gemacht. Das Ende war ein wenig lang und erinnerte mich daran, wie man 60 Minuten lang Leonardo Di Caprio in „Titanic“ beim Ertrinken zusehen konnte.

At Home in Wellington

Nachdem wir den Fängen des internationalen Luftverkehrs entronnen waren machten wir uns auf den Weg unser Zuhause für die nächsten 3 Wochen zu finden. Dank Navigon (Version NZ) auch kein Problem. Durham Crescend im Aro Valley. Dort leben Helene, Rolf und Peter, die sich zur Zeit in Deutschland befinden. Sie haben uns in einem unglaublichen Akt der Großzügigkeit ihr Haus anvertraut.

Claudia mit Ausblick auf die Bucht

Ausblick auf die Bucht

Aus dem Fenster des Wohnzimmers haben wir einen atemberaubenden Blick auf die Wellington Bay. Hier haben wir in den letzten Tagen dem schlechten Wetter getrotzt und unseren Jetlag ausgeschlafen.

Claudia baut einen deutschen Rasen

Claudia baut einen deutschen Rasen

 

 

Ach ja, Claudia hat auch Hilfe im Garten, sprich Rasen mähen, zugesagt.

Wellington(I)

Auf dem Flug nach NZ erhält man ein Formular, die „NEW ZEALAND PASSENGER ARRIVAL CARD“. Um zu verhindern, dass der Ausfüllende bei der Sache den nötigen Ernst vermissen lässt, wird im ersten Satz bereits mit einer Geldstrafe von 400 NZ$ bei falschen Angaben gedroht.
Es gibt alle möglichen Fragen zu Dingen, welche man nicht nach NZ mitbringen darf. Biosecurity Risk ist dabei das Top Thema. Uns war das Problem bekannt, wir haben nichts essbares eingepackt. Zettel ausgefüllt und alles mit „No“ angekreuzt.
Bereits vor der Kofferausgabe beschnüffelte ein kleiner freundlicher Hund die Handtaschen der einreisenden Frauen. Am Customs Service wird jedes Gepäckstück noch einmal gescannt.

„Ist alles in Ordnung?“

Natürlich nicht!

„Haben Sie die Arrival Card eigenhändig ausgefüllt?“ – „Yes Ma’am“
„Haben Sie den Punkt: Items that have been used for outdoor activities.. mit No beantwortet?“ – „Yes Ma’am“
„Haben Sie den Koffer selbst gepackt?“ – „Yes Ma’am“
„Sind das Hinking Boots in Ihrem Koffer?“ – „Yes Ma’am, but cleaned exactly after use“
„Soso, dann wollen wir doch mal sehen..“

Ein Blick auf die Sohle machte uns klar, dass zwischen unserer Vostellung von clean und der des NZ Customs Welten liegen. Es gab noch ein paar winzige Überreste der Sächsischen Schweiz (Combat Survival) im Profil. Ma’am sah mich an, als sei ich auf dem Weg die komplette Tier und Pflanzenwelt in NZ auszurotten.

„Mein Officer wird jetzt diese Schuhe reinigen.“ – „Ma’am, I don’t know.., I misunderstood..“

Nach 60 Sekunden stand dann der Officer mit meinen Schuhen wieder bei uns. Mann hätte von den Sohlen vermutlich keimfrei essen können. Beide Schuhe in Folie verpackt. Nach einer weiteren strengen Belehrung wurde (wir sahen echt Mitleid erregend aus) von den 400 NZ$ Zwangsgeld abgesehen. Ma’am half mir die Sachen in den Koffer zu verpacken und wünschte uns sehr freundlich einen schönen Aufenthalt.

Mekka

Im Flughafen findet man in jedem öffentlichen Bereich Gebetsräume (Frauen und Männer getrennt) in unglaublicher Dichte. Auch der Besuch einer Herrentoilette zeigt neben den üblichen Einrichtungen einen extra Raum für die Waschung der Füße. An der Decke des Hotelzimmers befindet sich ein Pfeil, der nach Mekka weist. Die Fluggesellschaft von Abu Dhabi nach Sidney war die Etihad Airways. Dort wird vor dem Start ein Reisegebet über die Lautsprecher gebracht. Auf den Monitoren kann man es mitlesen, sofern man der arabischen Schrift mächtig ist. Auch im Flug gibt es auf den Monitoren eine ständige Anzeige zu Richtung und Entfernung nach Mekka. Der Platz zum Ausbreiten eine Gebetsteppichs ist aber leider auch bei Etihad nicht vorhanden.