Category Archives: NZ2014

New Years Eve

Wir sind jetzt seit Sonntag Nachmittag in Martinborough. Das ist das Zentrum des Weinanbaus nordöstlich von Wellington.

Campingplatz (sehr verlassen) am Lake Wairarapa auf dem Weg nach Martinborough

Campingplatz (sehr verlassen) am Lake Wairarapa auf dem Weg nach Martinborough

Das Umland ist sehr ländlich geprägt und zum Jahreswechsel sind eine ganze Menge Touristen hier. Die kann man gut an den sauberen Autos erkennen. Der Einheimische fährt große, sehr schmutzige Autos. Der Grund dafür sind geschotterte Straßen (Gravel Road). Der Schotter besteht hier (erdgeschichtlich bedingt) aus einer Kalkstein Mischung. Nach unserem Ausflug nach Pahaoa (40 km Gravel Road)

Treibholz in Pahoa

Treibholz in Pahoa

sah auch unser kleiner Toyota recht einheimisch aus.

Bouldern in Pahoa

Bouldern in Pahoa

Es ist hier recht nett zur „Cruising Houre“ auf der Terrasse des „The Martinborough Hotel“ zu sitzen und den lokalen und auswärtigen („Big Shot from the City“) Cruisern bei ihren Platzrunden zu zusehen.

Das Hotel stammt aus der "guten alten Zeit"

Das Hotel stammt aus der „guten alten Zeit“

Nach zwei Wine Tastings (Danke, Hanjo) und einem hervorragenden Snack sind wir am Silvesterabend gegen 21:30 in oben genanntes Hotel zur Party gegangen.

Claudia im Weingut Ata Rangi

Claudia im Weingut Ata Rangi

Dort gab es eine lokale Band (2 Gitarren, Baß, Schlagzeug) und jede Menge sehr lustiges und gemischtes Publikum. Frauen in Cocktail-Kleidern im Sixtees Style (inklusive 4 Reihen Perlenketten) bis zu einem verirrten Hobbit mit Rauschebart und Gummistiefeln. Die Band brachte mit Klassikern (CCR, Eric Clapton, Lynyrd Skynyrd) die Bude zum Kochen (der Saal hatte gerade so 150qm). Der Sänger brachte die Klassiker mit ein paar „gerappten“ Zeilen absolut in Schwung. Das  Beste, jeder kennt die Texte und singt lauthals mit. Es wurde gesungen und getanzt was das Zeug hält. Dabei ist uns eine NZ (Re)Inkarnation unseres Kumpels „Harry“ über den Weg „gehüpft“ (auf der Tanzfläche mit Luftgitarre).
Irgend wann zählte einer von der Band den Countdown runter, dann war Neujahr. Das es erst 3 Minuten vor Mitternacht war, hat da auch keinen weiter gestört. Die Hymne wurde angestimmt („God save the Queen“, die haben hier zwei zur Auswahl) und inbrünstig gesungen.
Hier in NZ wird sehr schnell gesprochen. Die meisten Leute sprechen aber ein recht gut verständliches English. Auf dem Land lassen die beim Sprechen aber auch gern den Mund zu. Wenn die Jungs dann noch mit 2,2 Promille ein Gespräch anfangen, wird das (für uns) aber sehr unscharf. Wir sind dann gegen 00:30 Uhr fröhlich heim gelaufen.
Ach ja, es gab den ganzen Abend keinen einzigen Titel von Helene Fischer, Cheers!

Wellington im Rückspiegel

Es ist Sonntag Wir haben gerade die Stadt verlassen und fahren auf dem State Highway 2 Richtung Norden. Am Samstag morgen kehrten unsere Gastgeber Helene, Rolf und Peter von ihrer Weltreise zurück. Wir verbrachten (leider viel zu kurze) Stunden mit sehr inspirierenden Gesprächen, Kartentricks (Peter, das wird ein großes Ding!) und Klaviermusik (also Peter!).

Rolf, Peter, Helene & Claudia beim Goodbye

Rolf, Peter, Helene & Claudia beim Goodbye

Die Zeit in Wellington haben wir unglaublich genossen. Das Privileg in einem „Kiwi-Haushalt“ zu wohnen, hat uns die Möglichkeit gegeben so triviale Dinge wie Supermarkt, Bäcker, Cafe usw. aus einer „bodennäheren“ Perspektive zu sehen. Dafür noch einmal vielen Dank!

Wellington ist eine kleine und entspannte Stadt. Die Menschen sind durchweg freundlich zu uns gewesen. Wir hatten eine Menge lustiger Begegnungen und Gespräche. Der Alltag bewegt sich hier augenscheinlich nicht so stressig wie im Rest der Welt. Wir werden wieder kommen.

ANZAC

Das Australian and New Zealand Army Corps (kurz ANZAC) ist eine recht präsente Größe im Leben der Kiwis. Neben einem Feiertag (ANZAC Day, 25.April) gibt es in jedem (älteren) Ort ein Denkmal für die Gefallenen der beiden großen Kriege. Der Begriff „Gallipoli“ (Im Te Papa: Gallipoli-The scale of our war, Openening Day 2015) ist hier ein Synonym für den großen Krieg. Zum ANZAC Day 2015 jährt sich der Versuch der ANZAC in der Türkei zu landen zum 100. Mal.
In einer dilettantisch geplanten (die Landung findet mit Karten aus einem Badaecker aus dem Jahr 1912, in denen ein paar entscheidende Bergketten völlig fehlen, statt) verlieren nach Kämpfen in mörderischer Hitze 16 000 Kiwis das Leben. Die Verantwortlichen (Winston Churchill und Lord Kitchener) für das Desaster sind hier (rätselhafter Weise) immer noch Helden, nach denen Straßen benannt werden. Der Mann auf der Gegenseite, Mustafa Kemal Pascha (aka Mustafa Kemal Atatürk) wurde zum Shooting Star und gründete später die Türkei.
Durch Zufall entdeckten wir in Wellington das 1999 eingeweihte Atatürk(Ataturk)-Memorial. Dort lasen wir die sehr beeindruckenden Sätze von Atatürk zur Versöhnung mit seinen früheren Gegnern. Einen Besuchen wert und sehr beeindruckend.
attaturk-nz-memorial

Te Papa Tongarewa

Am Sonntag haben wir uns noch das Te Papa Tongarewa angesehen. Das ist das NZ National Museum. Ein architektonisch sehr gelungenes Innenleben (von Außen: „unspektakulär“) und ein tolles (kostenfreies) Museum. Den Vormittag nutzten, bei „bestem“ Wellington Wetter (Wind, Wolken, ab und zu ein paar Tropfen), jede Menge Familien zum Besuch. Neben sehr interessanten Bereichen zu Natur und Landschaft auch eine gut gestaltete Abteilung Kunst, alles sehr neu und jung.
Ein bisschen Kalifornien mit einer großen Portion England drin.
Die Geschichte des Landes (irgendwie ist der Teil von Gondwana nach dem Auseinanderbrechen menschenleer geblieben) ist recht zügig erzählt. So um 1300 kamen die Polynesier, 350 Jahre später auf der „Endeavour“ mit James Cook (ja, der mit dem Reisebüro.). Das war’s auch schon.
Keine Römer, keine Wasserspülung!

Den hat Peter Jackson in die NZ History mit eingebracht. Der läuft vermutlich auf South Island irgend wo herum.

Den hat Peter Jackson in die NZ History mit eingebracht. Der läuft vermutlich auf South Island irgend wo herum.

Nach den üblichen Problem (Waffen, Infektionen und Landstreitigkeiten) einigte man sich Ende des 19.Jahrhunderts (!) mit den Maori über Politik, Wahlrecht und Besitz. Mit dem metrischen System und dem Verhältniswahlrecht war dann auch eine deutliche Abgrenzung zum Mutterland erreicht. Der Linksverkehr und die Queen wurden (aus welchen Gründen auch immer) behalten. Ausdruck des politischen Pluralismus sind für mich die Amtssprachen: English (98%, logisch), Maori (4%, beachtlich) und die neuseeländische Gebärdensprache (unter 1%, der Knaller).
Die Geschichte mit der Sprache wird auch konsequent bis auf die letzte Kneipentoilette exekutiert.
In diesem Zusammenhang schöne Grüße an unsere nationalen Retter (PEGIDA, Baltikum, Balkan, Ukraine) in Europa.

 

Xmas(III, Boxing Day)

Während am Christmas Day das öffentliche Leben (inklusive Kino, Cafe, Kneipen) komplett zum Erliegen kommt, ist am Boxing Day schon fast wieder Business as usual. Der Konsument kann mit dem Boxing Day Sale den Entzug vom Vortag kompensieren. Wir haben uns dem entzogen und sind am Nachmittag zum Strand gefahren. Es war leider sehr windig und wir waren bereits nach eines Stunde etwas versandet. Also, Cafe mit Sonnenterasse: „Spruce Goose“ an der Lyall Bay. Ich kenne den Background der „Fichtengans“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Hughes_H-4), Caudia kennt dazu aber die Hauptdarsteller(!) (Martin Scorsese’s „Aviator“, Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett).
Das ist echt unschlagbar!
Der Laden hat eine Dachterrasse und liegt 150 Meter neben dem Rand des Rollfeldes des Wellington International Airport („Wild at Heart“, Welcome to the Middle of Middle-earth). Hier kann man, sehr dicht am Geschehen, den Nachmittag wunderbar mit Plane spotting verbringen.
An dieser Stelle haben wir dann auch mal das GPS bemüht und festgestellt, dass wir uns an der Position 174,5° östlicher Länge befinden. Das bedeutet, dass sich die Datumsgrenze nur (5,5° x 60 Nm) 330 Nm im Osten befindet. Termin zur Abgabe der Steuerklärung verpasst? Kein Problem, 50 Minuten fliegen und schon ist der Poststempel vom Vortag drauf.

Am Abend noch ein wunderbares Restaurant „Ombra“ mit einer ganz reizenden italienischen (Sie hat Malerei in Venedig studiert) Bedienung. Sie freut sich immer über Gäste, die die italienischen Namen der Gerichte nicht englisch aussprechen. Wir ließen uns die Bedeutung des Wortes Ombra („Schatten“, in Venezien auch ein kleines Weinglas) erklären und redeten sofort über „Godfather“ (Francis Ford Coppola) und Omertà.
Knaller des Abends: gefülltes Herz vom Lamm auf Linsengemüse.
Sehr empfehlenswertes Restaurant mit einem guten Preis -Leistungsverhältnis.

Xmas(II, Christmas Day)

Wir lagen heute morgen so gegen 10:00 Uhr noch im Bett und tätigten einige Anrufe zum Heiligen Abend nach Deutschland. Plötzlich klingelte es. Ich sprang in meine Hose und sah mich im Vorraum einem freundliche Paar (Jackie und Alan) reiferen Alters gegenüber.

Jackie mit Weihrauch

Jackie mit Weihrauch

Jackie schwang ein Weihrauchfass (lat. Turibulum, auch Thuribulum) und wünschte überschwänglich „Merry Christmas“. Nachdem ich ihr den Verbleib der Hausbesitzer erklärt hatte, lud sie uns („Formal Invitation“) auf Pancakes ein.
Nach unserem Frühstück machten wir uns in die Epuni Street (250 sehr steile Meter zu Fuß) auf. Ich hatte natürlich in der Zwischenzeit die Hausnummer vergessen. Nach ein wenig Herumsuchen fanden wir, mit Kreide auf eine Stufe geschieben, das Wort „Pancake“. Im Garten saß bereits eine lustige Runde (Nachbarschaft, Aro Community) bei Kaffee, Sekt und Pfannkuchen (im Osten „Eierkuchen“). Wir erfuhren, dass sich die Community vor einigen Jahren erfolgreich gegen den Bau einer Schnellstraße und damit dem Abriss ihres Viertels gewehrt hatte.
Jetzt probt man den Spagat zwischen Instandhaltung (der oft sehr abenteuerlich aussehenden Häuser) und der (wie überall) drohenden Gentrifizierung.
Ein interessanter Aspekt des Lebens hier: „NZ hat keine Geschichte“. Das damit auch das Fehlen von Kultur einhergeht, hatten wir bereits gestern von Konstanze erfahren (sie ist Musikpädagogin und unterrichtet klassische Musik, Geige). Kinderlieder werden durch seichte amerikanische Pop-Music ersetzt, die Masse der Wähler (damit auch die politisch Verantwortlichen) halten eine Oper für extravagant und snobistisch. Die einzige Company in NZ inszeniert ganze 2 Opern im Jahr.

Der überall augenscheinliche Aktionismus (Sport, Freizeit) soll das Fehlen von Kultur und Geschichte kompensieren. Das Problem der Leute (zumindest der gebildeteren) ist: „Wenn ich ein Renaissance Gemälde sehen will, muss ich um die halbe Welt fliegen“. Auch das Fehlen von geschichtlicher Verantwortung (mangels vorhandener Geschichte) ist für die Leute ein Problem. Es ist augenscheinlich besser, schwarze Flecken (Deutschland) in der Geschichte zu haben, als keine Geschichte. Hier in diesem Land wird scheinbar politisch recht viel herum  gestümpert (blundering). Das war für uns ein recht interessanter Aspekt des Lebens hier.
Jackie erzählte uns dann, dass sie bereits mehrfach Pilgerwege in Europa (nicht den Jakobsweg, „this is pilgrim industrie“) ausschließlich zu Fuß bereist hat. Von London nach Rom, im nächsten Jahr von Rom nach Stade. Sie ist schon einiges in die 60er Jahre und der spirituelle Aspekt (nicht die Seite des Glaubens) war schon recht beeindruckend.

Xmas Party

Xmas Party

Nach zwei anstrengenden Stunden (die sprechen hier sehr schnell und wir müssen uns sehr konzentrieren um solche Themen „mit zuschneiden“) sind wir wieder von dannen gezogen.

Xmas(I, Christmas Eve)

Wenn die Autoscheiben waschenden Punks an der Wilson Ecke Karo Drive rote Mützen tragen, dann bricht definitiv am Ende der Welt Weihnachten aus. Bei angenehmen 23 Grad fuhren wir gestern Mittag in die City um noch letzte Erledigungen vor dem Fest der Feste vorzunehmen.

"Seveb Nation Army"

„Seven Nation Army“

Eine Kapelle der „The Salvation Army“ (Jack White „Seven Nation Army“)spielt muntere Swingvariationen von „Rudolph The Red Nosed Reindeer“ und wir warfen auch ein paar Coins in den Spendeneimer. Gegen Mittag trafen wir uns mit Konstanze und ihren beiden bezaubernden Töchtern. Sie hatten, durch Straßenmusik (Geige+Cello) in einer Stunde rund 60 NZ$ zu Gunsten einer Zirkusschule eingenommen. Konstanze hat vor sieben Jahren (mit ihrem NZ Mann) Deutschland den Rücken gekehrt und ist seither hier ansässig. Es war für uns hoch interessant (ohne die Sprachbarriere) ein wenig Internes über das Leben hier unten (ich sammele da noch und werde zu späterer Gelegenheit was dazu schreiben) zu erfahren.
Am Abend war es bereits sehr einfach mit dem Auto in die Stadt zu fahren (Parkplätze in Hülle und Fülle, trotzdem 4NZ$/h „Pay and Display“). Wir hatten einen Tisch in der Tory 88, einem sehr guten vietnamesischen Restaurant. Die Asiaten in der Gastronomie sind hier sehr freundlich und kommunikativ, ein angenehmer Unterschied zu Berlin. Der Abend endete noch einmal auf dem Mt. Victoria.

Heilige Nacht am Mt. Vic

Heilige Nacht am Mt. Vic

Neben dem tollen Blick auf die Bucht, konnte man diversen Leuten bei der Herstellung von „Pix and Vids for Mom“ zusehen. Neben den üblichen Zetteln vor der Brust, gab es einen jungen Mann, der für „Private Movie“ mit einer Pferdemaske posierte.

Season Greetings for Mom

Season Greetings for Mom

Unser Freund G.H. Mumm aus Reims begleitete uns dann noch durch den Heiligen Abend.

Merry Christmas Everybody

Allen Daheim gebliebenen ein Frohes Weihnachtsfest vom „Ende der Welt“ (nach uns kommt nur noch die Datumsgrenze!). Hier lacht die Sonne und es sind 25°C. Wir werden die nächsten Tage am Strand und mit kalten Getränken verbringen.
Wir denken an Euch, Cheers!_MG_7138

Heiligabend auf dem Mt. Vic

Heiligabend auf dem Mt. Vic

Auto fahren

Wir haben seit unserer Ankunft einen kleinen Toyota Corolla als unser zweites Zuhause. Das ist sehr angenehm, weil man einfach alles rein packen kann, was man braucht. Der Kofferraum sieht auch schon recht „wohnlich“ eingerichtet aus.
Bei unserer Ankunft bin ich dann auch erst mal auf der falschen Seite eingestiegen.
Richtig, hier ist Linksverkehr!
Die Kiste hat zum Glück ein Automatikgetriebe, also versucht man nicht ständig mit der (nicht vorhandenen) Fensterkurbel den Gang einzulegen. Blinker und Scheibenwischer sind (warum eigentlich?) auch vertauscht. Nach jetzt fast gefahrenen 1000 Km, versuche ich nur noch im Ausnahmefall mit dem Scheibenwischer zu „blinken“.
An der Scheibe mahnt ein Schild „Drive Left“. Das ist ganz witzig, weil alle Reflexe eines deutschen Autofahrers in die andere Richtung funktionieren. Man muss sehr bewusst fahren. Gestern gab es in einer Kurve auf einer unbefestigten Straße ein Zusammentreffen (ohne Berührung) mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Der Fluchtreflex ist immer rechts, hier immer falsch.
Das ist aber nicht schlimm.
Hier in dem Land ist alle P.C., inklusive Straßenverkehr. Hier wird so dermaßen rücksichtsvoll und passiv Auto gefahren, dass ich mit meiner „Berlin Erfahrung“ nach einer Woche schon (sehr gebremst) ab und an schäume. Auf Kreuzungen drauf fahren, Fußgänger beim Linksabbiegen(!) ein bisschen auf dem Überweg antreiben. Geht alles gar nicht. Hier wird gewartet und angestellt. Auch auf einer ausgebauten 3-spurigen Autobahn ist bei (erlaubten 100 km/h, keine Miles!) 105 km/h definitiv Schluss.

Kiwi aus der Nachbarschaft

Kiwi aus der Nachbarschaft

Wahrscheinlich ziehen Übertretungen, neben saftigen Strafen, auch gesellschaftliche Ächtung nach sich. Am Freitag, auf dem Weg zu den Kim Schmitz Devotionalien, sahen wir an einem falsch geparkten Auto einen Strafzettel. Bei der Begutachtung stellten wir eine zu zahlende Summe von 200 NZ$ fest.

Das ist heftig!

Sonntag (I)

Heute ist der vierte Advent, zumindest in Deutschland. Was macht man heute in NZ?
Das Wetter ist nicht sehr schön. Der Wind hat gedreht und bläst dicke Wolken über die Bucht an unser Fenster. Drizzle. Nach dem Frühstück fahren wir (mit dem Auto) in die Stadt.

Falsch und Falsch.

Mit dem Auto Sonntags in die Stadt fahren und hoffen einen Parkplatz zu finden ist Quatsch (ist auch in der restlichen Woche so). Wir parken also das Auto bei „New World“ (Supermarkt, „Customer only!“) und laufen los. Fehler Nummer 2, wir haben bereits gefrühstückt. Es ist überall Markt. Das bedeutet hier, es gibt was zu Essen. Für das nächste Mal, Sonntags auf dem Markt frühstücken. Ist genau so multikulturell wie der „Night Market“ am Freitag.
Unser Ziel ist der Underground Market. Dieser wird am Samstag und Sonntag in einer (dann geschlossenen) Tiefgarage (Undercover on Jervois Quay Wellington Waterfront) abgehalten. Hier gibt es von Kunst bis Kitsch alles. Sehr unterhaltsam und Claudia hat sich ein kleines Ringlein gekauft. Nach zwei Stunden fanden wir auch unser Auto noch unabgeschleppt vor.

Kim & Dusty

Kim & Dusty

Nach einem Short Black (Espresso im Aro Cafe, Super!) beschlossen wir vor dem Wind und den Wolken auf die Lee Seite der Stadt zu flüchten. Das ist hier nicht sehr schwierig. Man fährt ca. 5 km über den Berg (Ohiro Road) und plötzlich scheint bei Windstille die Sonne. Lee durch den Bergrücken, draußen auf See tobt mit ca. 25 kn ablandiger Wind.
Ich habe dann den Rest des Nachmittags auf dem Rücken gelegen und in der Lyall Bay den Flugzeugen auf dem Airport beim Landen zugesehen. Zur Happy Hour sind wir dann noch ins „Maranui Cafe at Maranui Surf Life Saving Club“ auf ein Bier eingefallen. Dort spielte das Duo „Kim & Dusty“ („Once“, in Bild und Ton) ausdrücklich keine Weihnachtslieder. Unter Mitnahme von 1,25 Liter „Death from above“ (kürzlich erwähnt) aus dem „Garage Project“ findet gerade der vierte Advent mit einer (organic) Gemüsepfanne seinen Ausklang.