Heute (Samstag 20.12.) sieht das Wetter in Wellington alles andere als einladend aus. Tief hängende Wolken, man kann das andere Ufer der Bucht nicht sehen. Wir beschlossen besseres Wetter im Norden zu suchen. Ungefähr 80 Kilometer nördlich befindet dich die kleine Stadt Otaki. Ein Suburb (ca. 19km Inlands) ist Otaki Forks. Eine Schlucht mit Fluß (Waiotauru, Bergfluß) am Ende der Ausgangspunkt von Wanderungen in die Berge (Tararua Range), die hier bis ca. 1600 Meter hoch sind. Wir haben einen Rundweg (ca. 2 Stunden) gewählt. Die Gegend verfügt über eine unheimlich intensive Vegetation. Niederschläge von 5-8000 mm pro Jahr lassen einen wahren Dschungel wachsen. Farne mit einer Höhe von fast 5 Metern sind keine Seltenheit.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer Historical Site (die sind hier nicht so dicht gesät). Dort gibt es in der Landschaft Steinmauern, wie man sie aus Irland, der Normandie oder Schottland kennt.
Diese Mauern stammen jedoch aus dem Jahr 1930 und erfüllen keinerlei praktischen Nutzen. Das Why ist schnell erklärt. Während der großen Depression (die über das Commonwealth auch NZ erwischte) gab es jede Menge arbeitslose Tagelöhner. Die Bauern hatten keine Jobs, wollten die Tagelöhner aber auch nicht verhungern lassen. Sie zahlten den Arbeitern einen Schilling pro Woche, die anderen 8 Schilling zahlte die Regierung. Das Geld kam aus einem Programm zur „Entwicklung und Verbesserung der ländlichen Infrastruktur“. Irgend wie kam uns das alles sehr bekannt vor.















