Argonnerwald, Argonnerwald, Ein stiller Friedhof wirst du bald..

Es sind 32 Grad Celsius und der gestern reichlich gefallene Regen beschert uns satte Luftfeuchtigkeit. Wir wollen vor Paris noch einmal übernachten und haben uns was auf dem Land gesucht. Vienne-le-Château ist ein kleines Nest 30 km von der Autobahn entfernt. Die Ankunft am frühen Nachmittag gab uns noch Zeit für lokales Sightseeing.
Pierre Pérignon, genannt Dom Pérignon (* um 1638 in Sainte-Menehould (12 Kilometer entfernt)) erfindet irgend wann im 17.Jahrhundert die Méthode champenoise um das teure prickelnde Getränk herzustellen. Bis auf das Denkmal des Mönches ist in Sainte-Menehould ziemlich der Hund begraben.
Auf dem Rückweg nach Vienne-le-Château eine Abzweigung – Kaisertunnel.
Eine winzige Strasse führt uns tief in die L’Argonne. Kilometer um Kilometer kein Mensch. Ein ausgeschilderter Busparkplatz. Leer, wie die ganze Gegend. Wunderbare Natur, Ruhe, Vogelgezwitscher. Dann mitten im Bild ein Sprengkrater von 50 Meter Durchmesser. Grande Guerre, Front. Es ist immer wieder erstaunlich wie weit man in Frankreich noch die Hinterlassenschaften der deutschen Vorväter aus dem Krieg 1914/18 findet. Die Headline ist übrigens aus dem Lied der Pioniere.
Fazit: Tourismus hätte eine Menge Blutvergießen erspart.

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Morgen dann Reims und Paris.

 

Was machen die Musiker von Depeche Mode hinter der Bühne..?

Sonntagabend 20:20 Uhr, Anders Trentemoeller hat seinen wunderbaren Support-Act zu Ende gespielt. Die Roadies haben alles umgebaut, die Bühne ist bereit. Der Abend dämmert und es fängt wieder leicht an zu nieseln. Das Publikum ruft nach den Musikern. Zehn Minuten, Zwanzig Minuten, nichts..
Was treiben die hinter der Bühne? Der Zug für Sex, Drugs.. ist für die Jungs doch längst durch. Ich stelle mit vor, wie die auf Yogamatten hinter der Bühne noch ein paar gemeinsame Atemübungen machen. Streching oder psychologischer Zuspruch wären auch möglich. Andy Fletcher hat sich ja kürzlich dahin gehend geäußert.

Um 20:52 Uhr war es dann endlich soweit. Die Jungs kamen auf die Bühne und rockten die 60 Tausend im Olympiastadion. Pünktlich dazu fing es an wie aus Eimern zu schütten. Im Innenraum vor der Bühne hatte man die Chance mal so richtig nass zu werden. Nach über 2 Stunden blieb zu sagen, tolles Konzert. Am Ende auch noch ein Lob an die BVB, die Abfahrt vom U-Bahnhof klappte wie am Schnürchen.

Eine kleine Nebensächlichkeit noch vom Freitag. Der US-Präsident Obama gibt eine Erklärung zu den unlängst bekannt (alle Verschwörungstheoretiker kannten es natürlich schon immer) gewordenen Überwachungsaktionen der NSA ab. Darin erklärt er, die Geheimdienste überwachen Telefonnummern und Dauer der Gespräche. Keine Inhalte.
Hallo, gehts noch? Fällt man mit kurzen oder eher mit langen Telefonaten in das Raster der Terrorabwehr? Sind meine sporadischen Anrufe bei der Zeitansage in Teheran bereits verdächtig? Wer hat dem Obama das auf den Vorlesezettel geschrieben? Wieso publizieren deutsche Medien solchen kompletten Unsinn?

Kann man erwarten, dass unsere deutschen Politiker etwas gegen diese Dinge unternehmen? Man stelle sich vor, der polnische (wahlweise kroatische, belgische etc.) Geheimdienst hackt die Telefonate deutscher Mitbürger. Legitime Gründe wären terroristische Akte wie Gotteslästerung oder Befürwortung von Schwangerschaftsabbrüchen. Die Maßnahme ist natürlich auch vom jeweiligen nationalen Parlament legalisiert.
Erika Steinbach würde vermutlich sofort mit Einmarsch drohen.

Bei so vorbildlichen und transparenten Demokratien wie in den USA liegen die Dinge da natürlich völlig anders. Schöne Grüße an die Beschützer!

Das letzte der Woche

Mit dem DFB-Pokalfinale am vergangenen Wochenende ist sie nun angebrochen. Die graue freudlose Jahreszeit. Kein Fußball! Die Samstagnachmittage sind inhaltsleer und kommen einem irgendwie vergeudet vor. Die Aufmerksamkeit fokussiert sich langsam wieder auf alle anderen Nebensächlichkeiten des Lebens.

Der de Maizière lässt Fluggerät entwickeln und die Genossen bei der Bundeswehr haben irgendwie aus den Augen verloren, dass das Ding hier auch zum TÜV muss. Mal schauen, ob auf der nächsten ILA das Teil noch als Eye-Catcher vor dem Pavillon der Bundeswehr steht. Ein anderer Tip wäre, dass Fluggerät gleich für den Export zu entwickeln. In Nordkorea, Syrien oder im Iran sind die vielleicht nicht so pingelig mit der fehlenden deutschen Straßenzulassung. Der Euro-Hawk wäre damit eine schöne Ergänzung zu den üblichen Exportweltmeistern (Heckler & Koch, Rheinmetall usw.).
Im Bundesverteidigungsministerium gibt es (wie am Donnerstag zu erfahren war) die schöne Sitte den Minister aus kritischen und politisch gefährlichen Entscheidungen herauszuhalten. Da stellen sich doch ein paar interessante Fragen.
Sind wir noch in der NATO? Führen wir noch ein paar mehr Kriege?
Wenn der Minister das nicht kennt, hat auch die Bundesregierung und das deutsche Volk keinen Schimmer von Irgendwas. Ach so, und wenn der Euro-Hawk aus der Pipeline ist, kommt dort sofort MEADS nachgerutscht. Da sind es dann (laut FAKT) nicht mehr 500 Mio. sondern 1,2 Mrd. Aber auch dafür wird es, den Kommunikationsstrategen sei Dank,  eine Erklärung geben.

Es gibt aber auch Erfreuliches. Am Freitag fand das alljährliche Kleinfeld-Fussballturnier der Freizeitkicker von Fortuna Babelsberg statt. Der Verein konnte, Dank eines IT-Unternehmens aus Berlin, in neuen Trikots auflaufen. Damit wurde auch prompt der 2.Platz belegt.

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